Home again

Letzter Tag der Fahrt – nicht viel passiert. Früh morgens raus, alles liegt im Regen. Traviso ist ein ziemlich trostloses Grenzkaff zwischen Eisenbahnlinie und Autobahn. Man ist in wenigen Minuten in Österreich, dann zwei Stunden über die Wegelagerer-Autobahn zur deutschen Grenze. Die Strecke ist wahrscheinlich ohne Regen und niedrige Wolken sehr schön. Heut halt net. …

Heimweg

Das Soca-Tal (Auf Italienisch heißt der Fluss „Isonzo“) ist spektakulär. Steile Felswände, schneebedeckte Berge und ein wilder Fluss voller Stromschnellen der – komplett himmelblau ist. Die Albaner machen daraus ein großes Ding, wenn sie ein „Blue Eye“ in den Bergen haben, hier ist halt einfach mal der komplette Soca so. Ich treibe mich heute ein …

Isonzo

Ich schrecke aus dem Schlaf hoch, weil jemand mit der Faust gegen meine Tür hämmert. „Carabineri! Open up!“ Schlaftrunken gehe ich davon aus, dass man jetzt den ungeliebten Camper verjagen wird, brülle „uno momento“ und nudele mich aus dem Schlafsack, taste nach der Brille (natürlich die mit dem Klebeband, damit ich möglichst kaputt aussehe) und …

Bella Italia

Habe ich schon mal einen Eintrag so betitelt? Egal. Jedenfalls liegt mein heutiger Start- und Endpunkt ziemlich auseinander. Ich habe Strecke gemacht. Ich muss hier die Straße des Heiligen Antonius bei Šibenik, die ich gesten vorschnell einfach als „See“ bezeichnete, noch einmal hervorheben. Das Beitragsbild jedenfalls ist eben jenes Stück „bella Kroatia.“ Wenn ihr mal …

Pipi in den Augen

Gerade ist mir ein bisschen zum Heulen zu mute. Vielleicht mache ichs noch, wenn ich mit dem Schreiben fertig bin, aber vielleicht hebe ich mir das auch für morgen auf, wenn die Diagnose für den Motor da ist. Machen wirs kurz: Gaspard ist zusammengebrochen. Heute morgen trommelte heftiger Regen auf mein Dach, alles komplett versifft, …

Schnell mal Griechenland

Pläne und Pläne – eigentlich war ja der Plan mit der Autofähre von Saranda nach Korfu zu gondeln, einmal die Insel zu umrunden, einen schönen griechischen Salat zu essen … … nur dass im März die Autofähren gar nicht fahren. Kurz entschlossen buche ich also gegen 10 im Fährbüro von Finikas Lines das Schnellboot für …

Das braune Loch von Enver Hodxha

Es wird „Hotscha“ ausgesprochen, ok. Es ist ernüchternd und traurig. Der mächtigste Mann Albaniens von 1945 – 1985 wäre im Fall eines Krieges um Tirana in einem traurigen, dumpfbraunen Apartement mit dunklem Mobiliar gesessen, befunzelt von gelblichen Leuchten. Ich wünsche Donald Trump reflexhaft ein solches Ende. Musk wäre dann einen Korridor weiter in einem mit …

Everything all at once

Mann, ist heute wieder viel passiert. Das meiste davon war aber gut. Schritt 1: Mann am Meer Im Morgengrauen aufgewacht, schnell raus an den Strand, um den Sonnenaufgang zu erleben. Es ist kalt im ersten Frühlicht. Ewigkeiten kommt links und rechts nix außer Düne und Strand. Dann: Bäm, die Sonne geht hinter den Dünen auf …

Albanien

Kurz nach dem ich den letzten Eintrag verfasst hatte, leuchtet eine Taschenlampe in meinen Bus. Ich bin sofort auf Alarmstellung, grabsche meine eigene Taschenlampe, reiße die Tür auf und brülle „Hello?“ Es ist aber nur der Nachtwächter von der Baustelle am Strand unter der Klippe, der Nachsehen wollte, ob der einsame Bus kein Kupferkabeldieb ist. …