Alter Hippie mit Bus (Final Update)

Wieder daheim, am bequemen Standrechner und mit stabilem, schnellen Netz, schreibt sich das alles hier doch gleich einfacher. Es ist vorbei und aus der Rückschau war es eine wirklich tolle Reise, die mich ein Stück weit mit meinem corona-infizierten Freistellungsjahr versöhnt. Nun also hier der ganze Bericht, die ungeschönte Wahrheit, und nackte Tatsachen (Nur Clickbait, […]

Alter Hippie mit Bus (Update 2)

So, Ypern. WordPress muckt, Google Drive ist eine Qual, das Verbindungskabel zwischen Handy und Laptop liegt im Bus. Bloggen unter erschwerten Bedingungen. Ich lade das jetzt so hoch, auch wenn nicht alle Bilder drin sind. Eventuell gibt es eine verbesserte Version später. Ja, ja, ich habe es getan, es gibt nichts mehr zu leugnen und […]

Alter Hippie mit Bus (Update 1)

Endlich WiFi! Nicht, dass ich den Netzanschluss in den vergangenen 6 Tagen vermisst hätte. Aber meine treue Follower-Crowd (so 20 Leute geschätzt) bekam keine Updates. Jetzt sitze ich in einem Café in Reims und kann endlich den fleißig produzierten Reisetagebuch-Content hochladen. Ja, ja, ich habe es getan, es gibt nichts mehr zu leugnen und ich […]

Wenn du bis unten liest wirst du eine Höhle voller Leichen sehen.

Tag 1: Keine Schärpe an der Grenze Es ist totenstill auf der Straße, als ich die letzte Proviantkiste in den Kofferraum wuchte. Aber 4.00 an einem Montag ist ja auch nicht unbedingt die Zeit für meine Nachbarn. Klammheimlich werde ich mich jetzt davon schleichen. Aber dreieinhalb Monate Bad Cannstatt waren jetzt auch genug. Ich weiß, […]

Die Erschaffung von Helden

Es ist ein kalter Januartag als ich gegen 9.00 am Sentier de Mémorial aussteige. Das Wasser in den Granattrichtern, die den bois de caures übersähen, ist mit einer schwarzen Eisschicht überzogen. Man muss keine ausgesucht lyrische Person sein, damit einem in den Sinn kommt, dass die Trichter den Augenhöhlen von Schädeln ähneln . Als ich […]

Schicksale im Dreck

Wenn man wie ich seit einigen Jahren in die vernarbten Wälder zieht, dann rechnet man bereits mit bestimmten Dingen, die da auf einen warten. Natürlich das Netz der Gräben und das Niemandsland der Trichter; Stacheldraht und Sperrelemente; Blindgänger aller Art; Weinflaschen ganz und in Bruchstücken („Champs de Bouteilles“); Essgeschirr, Rinderknochen, Feldflaschen; Gewehrmunition (ganz oder als […]

Into the Night

Protokoll einer Nacht 18:00 Das Lager ist aufgeschlagen. Ich habe den Platz tatsächlich von der Abzweigung von der Bundesstraße gefunden, dort wo es zum zerstörten Dorf Beaumont abgeht am Pfefferrücken entlang, dann kann man rechts in die „Ravin de la Charbonière“ abbiegen, was ich als „Köhlerschlucht“ verstehe. Mein Übernachtungsrucksack ist wesentlich schwerer als mein sonstiger […]

Die Sortierung des Schlachtfeldes

Die vier Männer mussten den Lastwagen, einen ausgemusterten Berliet der Landstreitkräfte, an der Kreuzung stehenlassen. Nur noch ein paar traurige Ziegelhaufen und Kellerlöcher zeugten von dem einstmals stattlichen Chateau mit den Spitztürmchen, das der Kreuzung den Namen noch immer den Namen gab. Hinter den Trümmern begannen die französischen Stellungen. Als sie durch den zerschossenen Wald […]

Into the Wild

Ich packe meinen Koffer: Zunächst brauche ich Futter, und zwar hitzebeständiges, für drei Tage, ein großes Vesper und mehrere kleine Snacks: Schüttelbrot, Babybells, Möhrensticks, Radieschen, Trockenobst, harte Eier; Brioche und Peanut-Bars, Müsliriegel, Nussmix in Tüte, Coladosen, eine Tafel Fair-Trade-Schokolade, Kaffeedrinks. Zugegeben: Die Schokolade ist im August mutig. Dann noch Wasser, viel Wasser. Als Nächstes brauche […]