Zum ersten Mal wache ich auf, weil mir kalt ist. Selbst schuld, wenn ich noch extra auf einen Berg zum Pennen fahren muss. Die Welt ist grau und neblig und wird durch einen heißen Kaffee etwas besser. Während des Frühstücks versuche ich zu recherchieren, wo man in Rom gut einen Camper abstellen kann und stürze …
Tag Archives: Alter Hippie mit Bus
Bolo statt Böller
Ich erwache, weil mir jetzt im Gesicht doch frisch ist und draußen die ersten Autos an Gaspard vorbeiknattern. Erst mal Kaffee (instant, keine Lust jetzt vor dem Bus rumzustehen), etwas Marmorkuchen aus der Tüte und raus auf das tolle Panorama blicken. Der Blick enttäuscht heute. Das liegt daran, dass der strahlend blaue Himmel von gestern …
Winterwonderland
Ich bin gestresst wie eine Labormaus. Dieses Packen! Dieses Packen! Was muss NOCH ALLES MIT. WAS HABE ICH GERADE SCHON WIEDER VERGESSEN! Das Geschleppe. Treppe runter, Klappkorb abstellen, Bustür auf, und dann: Wohin nun damit schon wieder? Welche Klappe denn jetzt?! Und dann muss ich ja noch Pegasus aus dem Keller wuchten und hinten aufschnallen! …
Zwischendrin
Ich sehe aus wie ein Penner aus einer ZDF-Kommödie. Kein Kompliment will ich meinen. Grüner Ami-Parka, alte Jeans, grobe Stiefel, Mütze und diese Strickhandschuhe mit abgeschnittenen Fingern. Wenn man mir noch eine Geige und einen traurig dreinblickenden Bobtail verpasst, dann bin ich absolut ready für die große Weihnachtskommödie im ÖR, 19.30, dritter Advent, „Ein Engel …
Au Revoir für’s Erste
Dies ist der letzte abendliche Eintrag am kleinen Klapptisch im Bus. Morgen Abend sitze ich wieder zuhause. Ich könnte mir noch ein paar Tage länger leisten – spätestens am 04.10. hätte ich einen Termin – aber es ist erst einmal genug. Das hat mehrere Gründe. Zum einen finde ich es schön, demnächst wieder etwas aus …
Alte Pfade
Ja ja. Er kann halt nicht anders. Wald. Erde. Laub. Die Rufe der Vögel, der Matsch an den Sohlen, ab und an knackt ein Reh im Gebüsch. So schon uffzig-mal erlebt. Aber ich kann es natürlich nicht lassen. Wenn ich schon über die alte Westfront fahre, dann mache ich da natürlich auch Station. Und hier …
Senf und Kunst
Die eine oder andere Küchenschabe wird es am Header erahnen: Ich schreibe diese Zeilen in Dijon. Um genau zu sein: über Dijon (Hügel, wie immer), aber diesmal musste ich nicht hinaufstrampeln, sondern habe tagsüber ganz zentral vor einer Grünanlage geparkt. Der Morgen brachte mir mein liebstes Stück Frankreich: Eine extrem einsame Landstraße. Wer mitgezählt hat …
Not so Belle Epoque
Es regnet. Seid Oradour, ohne Unterlass. Es trommelt auf Gaspards Dach, dicke Tropfen ploppen durch die Bäume, unter denen ich stehe, es regnet wenigstens nur ein bisschen, als ich mir meine Reispfanne koche, es regnet sehr, als ich mich hinlege, mitten in der Nacht wache ich auf, weil der Regen so auf das Dach trommelt …
Oradour
Aus leeren Fensterhöhlenstarren 600 Gespensterauf die Enkel der Henker. Bröckelnde Mauernstehen noch als Zeugen über Täter,die nie Buße leisten mussten. Du irrst schweigsam und ohne Verstanddurch die Gassen und Rostinselnund denkst dir die Vergangenheitals böse Prophezeiung. Es ist mehr ein großer Zufall, als das Ausfahrtsschild an mir vorbeizieht und der Name in mir etwas klingeln …
Uh la la, Bordeaux!
Irgendwas macht mich sehr früh wach. Sei es das Gefühl, von dutzenden Wohnmobilen umgeben zu sein, sei es die schiefe Lage des Stellplatzes, die mich gegen die Bordwand drückt. Wie auch immer: Um 6.00 rolle ich vom Platz und aus San Sebastian. Und bin eigentlich instant in Frankreich. Endlich wieder Rastplätze! Diesel ist hier viel …